Lokalisierung gelingt, wenn Text und Layout gemeinsam wandern
Deutsch und Finnisch können um 30–40 % expandieren; Japanisch kann schrumpfen. Ohne Layoutanpassung entstehen Überlappungen, leere Lücken, kaputte Grafiken und tote Links.
Lokalisierung ist keine Magie, die sich allein an Wörtern vollzieht. Sie gelingt, wenn Text und Layout Hand in Hand wandern. Ignorieren Sie dieses Zusammenspiel, wirkt selbst eine hervorragende Übersetzung am Ende kaputt.
Das Textvolumen verändert sich. Deutsch oder Finnisch können um 30–40 % expandieren, während Japanisch schrumpfen kann. Ohne Anpassung des Layouts entstehen überlappende Blöcke oder unschöne Leerräume, die den professionellen Eindruck untergraben.
Auch Grafiken müssen angepasst werden. Text in Bildern, Diagrammen und Infografiken muss übersetzt und sorgfältig wieder eingefügt werden. Beschriftungen in der Ausgangssprache in Abbildungen stehen zu lassen, ist einer der schnellsten Wege, ein lokalisiertes Paket unfertig aussehen zu lassen.
Die Funktionalität muss erhalten bleiben. Nach der Übersetzung sollten interaktive PDF-Elemente und Links weiterhin nutzbar sein, und die Dokumentstruktur sollte logisch und leicht navigierbar bleiben. Eine schöne Seite, die Lesezeichen und Formulare zerstört, ist nicht auslieferbereit.
Das Ziel ist ein lokalisiertes Dokument, das sich wie das Original liest und aussieht – mit intaktem professionellem Erscheinungsbild und gewahrten Unternehmensstandards. Dieses Ergebnis entsteht aus abgestimmter sprachlicher und DTP-Arbeit, nicht daraus, Wörter in eine unangetastete Vorlage zu kippen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Expansion und Kontraktion sind ebenso Layout- wie Sprachprobleme
- Eingebetteter Grafiktext muss angepasst und nicht in der Ausgangssprache belassen werden
- Links und interaktive PDF-Elemente brauchen nach der Übersetzung eine Prüfung
- Die Navigationsstruktur sollte in jeder Sprachversion logisch bleiben
- Text und Layout müssen als ein einziger Lokalisierungs-Workflow geplant werden